Seitenblicke - yVos Argentinien heute

Seitenblicke

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Dinge, die geschehen, die es gibt, und Dinge, die so sind, wie sie sind

Kuriositäten und Ereignisse, die mitunter in der argentinischen Presse- und Medienlandschaft keinen Eingang finden. Weil zu unbedeutend oder weil zu peinlich für das herrschende Macristen-Regime.

Gleichschaltung in Richtung Demokratur.
Einer der wenigen regimekritischen Journalisten, Roberto Navarro, wurde von der Sendeleitung von den Bildschirmen verbannt.
Insider vermuten massive Schmiergeldzahlungen von Seiten des Regimes hinter dieser Aktion.
Wohl um Sorge um ihren Geldbeutel, bemühten sich seine mehr oder weniger coolen Kollegen, wie z.b. Gato Silvestre, schnell und eifrig darum, ihre uneingeschränkte Solidarität mit dem Sender (C5N) zu bekunden und die Sendeplätze einzunehmen.
Gleichschaltung in Richtung Demokratur.

Gleichschaltung in Richtung Demokratur.

Cred. eldestapeweb.com

In den sozialen Netzwerken, einer der wenigen verbliebenen Plattformen zur freien Meinungsäußerungen (obwohl bereits twitternde Kinder verhaftet wurden ...), wird von Zensur gesprochen.

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Verbrechen: Mann verkauft Tomaten
Vor ein paar Tagen sagte ein Kandidat der Neoliberalen für die offenen Vorwahlen, dass tausenden, die ihre Arbeit verlieren, nicht herumjammern sollten, sie könnten ja stattdessen immerhin hausgemachtes Bier produzieren.

Offensichtlich, dass nicht jeder in der Lage ist, diesem gutgemeinten Rat zu folgen, denn dieser Tage verkaufte ein Mann in der Provinz Jujuy (dort, wo Milagro Sala gefangen gehalten wird), statt, wie angeraten, Bier herzustellen, Tomaten.

Ein totales und wahrhaftig heftiges Verbrechen.

Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, schickte das Regime seine Knechte, um diese staats-bedrohende Situation zu beheben:

Sie kamen in einen Lieferwagen ohne Nummerntafel (wie die offiziellen Autos in der Diktatur), sie hatten keine Uniform und keine Plakette und keine Ausweise, die sie als offizielle Agenten identifiziert hätten könnten, und begannen in ihrer üblichen halb-rusticalen Art und Weise, dem Tomatenverkäufer zu erklären, wo das Leben lang geht.

Gefilmt und unter den Kommentaren von schneidigen Bürgenr, musste sich die Schlägertruppe des örtlichen Regimes, ohne ihre Aufgabe beendet zu haven, zurückziehen.

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Olla popular El Sol - der Kochtopf zur Sonne
Olla popular El Sol - der Kochtopf zur Sonne

Olla popular El Sol - der Kochtopf zur Sonne

Cred. La Capital - lacapitalmdp.com

Die generelle Verarmung der argentinischen Bevölkerung in den beiden Jahren, der neue Regierung, hat dem Land zig-tausende neue Cartoneros, Altpapier- und Müllsammler beschert, die mit dieser gesellschaftlich geächteten Arbeit versuchen, ihre Familien zu unterhalten.

Einer von diesen Cartoneros ist Miguel aus der Villa Evita, einem Armenviertel, in nur 10 Minuten Entfernung vom Zentrum der Stadt Mar del Plata.
Olla popular El Sol - der Kochtopf zur Sonne

Olla popular El Sol - der Kochtopf zur Sonne

Cred. Lucía Muraca ATAJO - fiscales.gob.ar

Um das mal vorausschickend festzuhalten:
Miguel ist kein Befreiungs-Theologe, kein behördlich gestützter Streetworker, kein cooler oder linksgeschwängerter Typ mit der Option für die Armut, nein, Miguel ist einer von ihnen, einer der Armen, einer von denen, die da mit ihren Karren durch die Stadt ziehen, um Altpapier und andere wiederverwertbare Materialien zu sammeln, welche von der Gesellschaft der Wohlhabenden, mehr oder weniger achtlos weggeworfen werden.
Dennoch: Gemeinsam mit seiner Frau Graciela öffnet Miguel Samstag für Samstag eine Ausspeisungs-Stätte mit einem Gratis-Essen für mehr als 40 Kinder aus dem Viertel.
Manchmal reicht es auch für eine Ausspeisung am Sonntag.

Gelegentlich schickt auch die Stadtverwaltung ein paar Dosen Bohnen oder Pakete Nudel vorbei. Gemüse, wie Kartoffel oder Zwiebel ist selten, aber gelegentlich kann Miguel etwas davon auf seinen Streifzügen dank wohlwollender Mitbürger auftreiben.

Wer einen Beitrag zum Kochtopf zur Sonne leisten möchte, setzt sich direkt mit Miguel oder Graciela +54 223 5 995505 in Verbindung.

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Wahlen 2017 - vorausgesetzt sie finden statt
Wahlen 2017 - vorausgesetzt sie finden statt

Wahlen 2017 - vorausgesetzt sie finden statt

Argentinien nach dem Staats-Konkurs von 2001 (verursacht durch die gleichen Leute, die zu der Zeit das Macristen-Regime bilden) erregte auch international die Aufmerksamkeit durch seine zahlreichen Manifestationen und Demonstrationen in den Straßen, in denen jeder seine Zweifel und Sorgen darlegte, Manifestationen mit 5 Personen und Demonstrationen, mit 1 Millionen Teilnehmer oder mehr.

Argentinien war geprägt von einem Gewerkschafts-System, fortgeschrittener als in jedem anderen Land, war geprägt von hochgebildeten und qualifizierten Menschen (wohl wegen der freien Bildung für alle) und einem relativ gut funktionierenden Sozial- und Gesundheitssystem.

Stillgelegte oder in neoliberalen Zeiten günstig verkaufte/privatisierte öffentliche Verkehrsmittel kehrten mit Preisen zugänglich für alle zurück, wie zum Beispiel Fernverkehrszüge oder Binnenflüge mit der nationalen Fluggesellschaft.

Nun ja, all dies war gestern.

Das Macrista-Regime entschied sich für ein anderes Argentinien:

Wer nicht in das Schema passt, wird als politischer Gefangener ins Gefängnis geworfen, ohne Prozess, ohne Urteil, ohne irgendetwas. Dies geschah mit Milagro Sala, Frau, Indianerin, Sozial-Leaderin und gewählte Abgeordnete des Parlasur
(Südamerika-Parlament).
Dies war der Fall für mehrere Gewerkschafts-Funktionäre, und das ist, was für den ehemaligen Präsidentin und aktuelle Kandidaten für einen Sitz im Senat, Cristina Fernández de Kirchner vorgesehen ist.
Wahlen 2017 - vorausgesetzt sie finden statt

Wahlen 2017 - vorausgesetzt sie finden statt

Cred. Ciudad Nueva nueva-ciudad.com.ar

Um die öffentliche und freie Erziehung brach zu legen, wird den Lehrern an öffentlichen Schulen ein Gehalt von 40% unter der Armutsgrenze angeboten, Studierenden an in öffentlichen Universitäten (die oft tausende von Kilometern von ihrem Heimatort entfernt) wurden die Stipendien und die Subventionen gestrichen.

Damit sich weder die politischen Gefangenen noch die Lehrer oder Studenten allein gelassen fühlen, wurde für denn die Rentner die historische Pensionsanpassung vorgenommen, welche im Normalfall eine Erhöhung von etwa 10 Pesos (ein wenig mehr als ein halben Euro) pro Monat mit sich brachte, andererseits wurden aber die kostenlosen Medikamente für Rentner gestrichen, oftmals Medikamente, die aufgrund der Wirtschaftskrise aber ohnehin nicht mehr verfügbar sind, nicht einmal gegen Bezahlung.
Mindest-Rentner verloren in etwa 45% der Kaufkraft mit dem Macristen-Regime, und die Mindestrente beträgt 38% dessen, was ein Argentinier benötigt, um nicht unter die Armutsgreze zu fallen.

Witwen, mit Witwenpensionen, wurden, unter Androhung der Pensionswegnahme, aufgefordert, neuerlich und sofort alle Unterlagen einzureichen.
Als einige dadurch verursachte Fälle in den/einigen Medien zu kreisen begannen, wie z.B. jene von 96-jährigen Frauen, deren Männer in einer anderen Provinz im Jahr 1974 starben, wurde eifrig zurückgerudert. Mit den Kosten für die Einholung bereits erfolgter Dokumentation, verblieben die Witwen ... Pech gehabt.

Behinderten Menschen wurden ebenfalls ihre Renten zurückgezogen. Konfrontiert mit Massendemonstrationen, wurde auch hier zurückgerudert, allerdings nur mit Worten: Es sei ein politischer Fehler gewesen, und es würde nicht stattfinden, die Rentenzahlungen an behinderte Mitmenschen blieb aber dennoch aus.

Die riesige Welle der Entlassungen, angeblich nötig, um den Arbeitsmarkt zu flexibilisieren, hat bereits mehr als eine halbe Million neue Entlassungen mit sich gebracht, mehr als 3 Millionen neue Arme wurden mit vollem Erfolg durch das Macristen-Regime geschaffen - der (fast) letzte Akt, waren die mehr als 600 von der Firma PepsiCo aud die Straße Gesetzten. In diesem Zusammenhang scheint es irgendwie nun doch besser zu sein, wenn man mit dem CEO von PepsiCo verhandelt, diesem sich nicht mir einer Dose Coca Cola gegenüberzusetzen, wie es die honorable Vizepräsidentin tat.

Auf der anderen Seite sind die 40 Offshore-Firmen des ehrenhaften Präsidenten selbst, die damit vermutete massive Steuerhinterziehung, Offshore-Firmen aller anderen Regierungsmitglieder, Bestechungsfälle, wie jene, im Zusammenhang mit Odebrecht, und die Tatsache, dass das Geld halt irgendwohin fließt, und weder den Menschen noch dem Land zugute kommt, auch Dinge, die bereits bestens in den Gehirnen der Menschen eingraviert sind.

Für die Leute ist es auch schwierig die Erhöhungen der Energie-, Wasser- und Müllentsorgungspreise von bis zu 6000% zu vergessen weil sie dies täglich und immer vor Augen haben, wenn sie ihre dünn gewordenen Brieftaschen ansehen.

Angesichts all dessen ist es also nicht besonderes überraschend, dass die Zahl der sozialen Proteste zunimmt, und es jeden Tag Demonstrationen gegen die Regierung und ihre Maßnahmen gibt.

Die wirtschafts-stärkenden Investitionen (für das vergangene Jahr versprochen) haben bislang nicht stattgefunden, weil die Argentinier, laut dem honorablen Staatspräsidenten, allesamt faule Kerle sind, so helfen auch enorme Anstrengungen seinerseits nichts, kein Ausländer will investieren ...). Wäre in dieser Hinsicht etwas Positives zu vermelden gewesen, wäre das ein nettes, gutes Argument für die Wahlen 2017 gewesen.

War aber nicht, daher: Strategie geändert.

Nun will das Macristen-Regime die harte Hand zeigen: Gleichsam, als ob Argentinien mitten im Bürgerkrieg steckt, werden willkürlich schwerbewaffnete Einheiten geschickt, um Demonstrationen zu unterdrücken, wo es vornehmlich darum geht, Frauen und Kinder zu schlagen, was den Mitgliedern dieser schwerbewaffneten Einheiten offensichtlich entgegenkommt, weil geschätzter maßen dort weniger Widerstand zu erwarten ist, was es einem erlaubt, sich mehr auf der sicheren Seite zu fühlen ...
Ebenso willkürlich werden schwerbewaffnete Einheiten losgeschickt, um Razzien in Büros von Gewerkschaft durchzuführen, weil (wohl zu Recht) angenommen wird, dass dort Menschen arbeiten, die nicht ganz mit dem, was da so abläuft, einverstanden sind.

Mit der Annäherung des Wahltermins, und den ernsthaften Chancen für das Macristen Regime sich dort kalte Füße zu holen, weil angenommen werden kann, dass die Wähler dem Macristen Regime die Misserfolge heimzahlen werden, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Anzahl der Angriffe und Attacken auf demokratische Einrichtungen, Versammlungen, Demonstrationen und sogar Kandidaten weiter steigt.

Von harter Hand bis zur Diktatur ist es nur ein Schritt.

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Metrobus für Mar del Plata.

vor ungefähr 3 Monaten

Metrobus für Mar del Plata.

Metrobus für Mar del Plata.

Die Gouverneurin der Provinz Buenos Aires, Vidal, der nationale Kabinettschef, Peña, und der ebenfalls nationale Verkehrsminister, Dietrich und ein Bürgermeister mit Nachnamen Arroyo kündigte in einer Wahlveranstaltung an, dass es in Mar del Plata einen ein Metrobus geben wird.
Die Arbeiten für die Installation eines Metrobus-Systems, bestehen darin auf den Straßen hinzupinseln, wo Bus fahren kann. Gemäß dem Verkehrsminister, wurden aber bereits mehrere Monate intensiver Denk-Arbeit in dieses wichtige Vorhaben investiert.

Die Protagonisten der Veranstaltung blieben allein unter sich, nicht einmal der Papagei der Großmutter kam, um sie sehen.

Vorbeikommende Bürger sparten allerdings nicht damit ihnen die Ergebnisse ihrer Verwaltung, wie Hunderttausende von Arbeitslosen, Hunger in den armen Vierteln, Wegnahmen von Pensionen, Inflation usw. usw., vorzuwerfen.

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Ein ganz zufälliger Verkehrsunfall

vor ungefähr 3 Monaten

Ein ganz zufälliger Verkehrsunfall

Ein ganz zufälliger Verkehrsunfall

Federico Delgado der Staatsanwalt, der die Schmiergeldzahlungen des brasilianischen Odebrecht-Konzerns an Funktionäre und Familienangehörige des von den Panama-Papers durchgebeutelten argentinischen Präsidenten Mauricio Macri untersucht.

Wie kaum anders zu erwarten, wurde er zufällig Opfer eines Verkehrsunfalls:

Ein, bei rot über die Kreuzung rasendes, Auto führte ihn vor dem Gerichtsgebäude einfach nieder.

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Argentinischer Kulturattaché in Deutschland verniedlicht Diktatur.

vor ungefähr 5 Monaten

Pro Scrito

Wer in Deutschland den Holocaust leugnet, wandert ins Gefängnis. Wer in Argentinien die Gräueltaten der Militärdiktatur leugnet, wird Kulturattaché in Deutschland.
Argentinischer Kulturattaché in Deutschland verniedlicht Diktatur.

Argentinischer Kulturattaché in Deutschland verniedlicht Diktatur.

Cred. diariodemocracia.com

Darío Lopérfido, Kurzeit-Kultur-Sekretär der Stadt Buenos Aires und danach Kurzeit-Leiter des Colón-Theaters, gemeinsam mit illustren Persönlichkeiten wie Mauricio Macri, Jorge Macri, Néstor Grindetti, Esteban Bullrich y Gustavo Arribas und Co., Langzeit-Gelisteter als Steuerflüchtling in den Panama-Papers (siehe: wikipedia.org), ist der neue argentinische Kulturattaché in Deutschland.

In den vergangenen Monaten zeichnete sich Lopérfido in Argentinien weniger durch Erfolge in seinen Kurzzeit-Jobs, sondern eher mehr durch öffentliches und in den Medien zur Schau gestelltem Anzweifeln der Opfer-Zahlen und Schönfärberei der Gräueltaten der letzten Militärdiktatur aus:
Während laut offiziellen Angaben mehr als 30.000 Menschen von den Militärs entsorgt wurden, geht Lopérfido von knapp 7.000 Opfern aus.
Ein Familien Streit scheint sich allerdings anzubahnen: Ehefrau Esmeralda Mitre, Fernseh-Serien-Nebendarstellerin und Abkömmling einer etwas oligarchischen Präsidenten-Familie, besteht auf 8.000 Verschwundenen.

Als offensichtlich profunder Deutschland-Kenner wurde Lopérfido nun zum Kulturattaché an der argentinischen Botschaft in Deutschland ernannt.

Vielleicht findet sich ja mal ein deutscher Journalist, der Lopérfido zu Themen wie Holocaust, Ermordung von vermutlich politisch Andersdenkenden durch diktatorische Regimes etc. befragt.

Allerdings in Anbetracht dessen, dass bei Lopérfido, alles was Arbeit betrifft, eher Kurzzeit ist, ist Eile geboten: denn niemand weiß, ob er nach dem Oktoberfest noch dort sein wird.
O'zapft is! Prost!

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Landesweiter Generalstreik: Als light angekündigt, aber bereits mit Verletzten

vor ungefähr 5 Monaten

Pro Scrito

Endlich Entwarnung: alle Zufahrten wurden von subversiven Elemente gesäubert, es gibt Verwundete und Verhaftete, aber bisher leider keine Toten ...
Landesweiter Generalstreik: Als light angekündigt, aber bereits mit Verletzten

Landesweiter Generalstreik: Als light angekündigt, aber bereits mit Verletzten

Cred. laizquierdadiario.com

weitere Fotos (2 Fotos) 

Die Mehrheit der obersten Gewerkschaftsbosse waren ja immer mehr auf Seiten der Oligarchie den auf Seiten derer, die sie vorgaben zu vertreten: der Arbeiter.

Dies ist natürlich weder eine großartige Neuigkeit, noch ist dies einzig und allein in Argentinien so.

In Anbetracht regelmäßig eintreffender Kuverts mit ein klein wenig Bestechungsgeld, der Zuweisung von Staatsjobs an Söhne, Töchter und Neffen, brauchten sie fast eineinhalb Jahre, um, bereits unter starken Druck der Gewerkschaftsbasis, halbherzig zu einem General-Streik lightlight aufzurufen:

Die, mit dem Regime abgekartete Idee, war, dem gemeinen Volk einfach einen Feiertag mehr zu geben, was, so glaubten Regime-Vertreter und Gewerkschaftsbosse einstimmig, von der Arbeiterschaft mit Begeisterung aufgenommen und enorm zur Beruhigung der angespannte Lage beitragen würde:

Versammlungen, Ansprachen und Protestmärschen waren für diesen Streik-Tag am 6. April 2017, nicht vorgesehen.

Regime und regime-freundliche Medien wurden nicht müde zum Brechen des Streiks aufzurufen. Die sogenannten Arbeitswilligen sollten Fahrräder und vor allem ihre Privat-Autos benutzen, um dennoch irgendwie zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. Parkgebühren in der Bundeshauptstadt wurden für den Streiktag ausgesetzt.

Allerdings wurde die argentinische Volksseele offenbar wieder einmal falsch eingeschätzt, oder aber die Wirtschafts- und Personalpolitik des Regimes, welche zu landesweiter fortschreitender Verarmung, Massenentlassungen, Pensions- und Lohnkürzungen, Energie- und Wasserpreiserhöhungen von bis zu sechstausend Prozent geführt hat, war auch endlich in den Gehirnen der Leute angekommen:

Bereits im Morgengrauen wurden von Streikenden die Zubringer-Autobahnen zur Bundeshauptstadt blockiert.

Das Regime schickte bissige Hunde, Pferde, Wasserwerfer, Straßenpanzer, viele Gendarmen sowie hunderte mutige, starke, schwerbewaffnete Polizisten, in den Krieg gegen die Protestanten.

Um 11 Uhr konnte endlich Entwarnung gegeben werden:

Alle Zufahrtsstraßen seien von subversiven Elemente gesäubert worden, sagte ein Polizeisprecher.

Banken, Tankstellen, nationale und internationale Flughäfen, viele Geschäfte und Unternehmen sind wegen Streiks geschlossen. Taxis, U-Bahnen und Busse funktionieren nicht, Krankenhäuser arbeiten nur für Notfälle.

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Demonstration der Freunde des Regimes am 1. April

vor ungefähr 5 Monaten

Pro Scrito

Demonstration der Freunde des Regimes am 1. April

Demonstration der Freunde des Regimes am 1. April

Die Teilnehmerzahl war beachtlich, etliche marschierten mit den neuesten Modellen von Toyota Hilux und Volkswagen Amarok, das angesagte Großereignis blieb jedoch aus.

In weiser Vorahnung, waren alle Vertreter des Macristen Regimes dieser Kundgebung ferngeblieben.

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Argentiniens Bildungsminister: Hitler war eigentlich ganz ok.

vor ungefähr 6 Monaten

Pro Scrito

Einige sagen, Argentinien geht in Richtung Nazi-Staat.
Argentiniens Bildungsminister: Hitler war eigentlich ganz ok.

Argentiniens Bildungsminister: Hitler war eigentlich ganz ok.

Nachdem er schon vor ein paar Wochen von einem Berater des ehrenhaften Präsidenten gelobt worden war, konnte der Edel-Deutsche Adolf Hitler in diesen Tagen eine weitere Auszeichnung einheimsen:

Der Bildungsminister von Argentinien, Esteban Bullrich, besuchte Anne Franks Haus in Amsterdam und sagte über Anne Frank:

Ihre Träume wurden von einer Führerschaft zurechtgestutzt, welche nicht in der Lage war, alle zu vereinen.

Das einzige Problem von Hitler und seinen Nazis war also kein anderes, als dass nicht alle Deutschen auf ihrer Seite waren.

Wie in Argentinien in diesen Tagen, gibt es immer einige, die halt nicht ganz so zufrieden mit dem Größenwahn von Regimen sind.

Quelle Info: minutouno.com

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Felipe González in Argentinien: Gesagt, nicht gesagt, aber immerhin dementiert

vor ungefähr 6 Monaten

Pro Scrito

Seifenoper Expräsidentin Cristina geht ins Gefängnis, Folge 753 - mitwirkende Gäste: Felipe González Spanien und die Zeitung Clarin
Felipe González in Argentinien: Gesagt, nicht gesagt, aber immerhin dementiert

Felipe González in Argentinien: Gesagt, nicht gesagt, aber immerhin dementiert

Felipe González ist ein ehemaliger spanischer sozialistischer Ministerpräsident (Partei PSOE), dem zu Zeiten der argentinischen Militär-Diktatur Geheim-Pakte mit ebendieser nachgesagt werden, der aber auch sonst allem und jedem, was irgendwie nach Korruption klang, nicht unbedingt abgeneigt war.

Dieser Tage besuchte Felipe González den honorablen Präsidenten Mauricio Macri.

Man sprach über dieses und jenes, so sagt man.

Das regimenahe Boulevardblatt Clarín, veröffentlichte daraufhin auf seiner Titelseite, in den für ein Schmierblatt üblichen Balkenlettern, dass Felipe González Macri dazu gedrängt habe, die Expräsidentin Cristina Fernandez de Kirchner in den Kerker zu werfen, um eventuellen spanischen Investoren die Unsicherheit zu nehmen, ob sie denn nun investieren sollen oder nicht.

Dazu sollte man wissen, dass die Tageszeitung Clarín Teil eines Medienkonglomerat ist, welches mittels Cablevision und DirecTV (at&t, Turner) 100% der Fernseh-Kanäle kontrolliert und mittels FiberTel und DirecTV rund 80% des Internets in Argentinien unter Kontrolle hat.

Die Idee dahinter, die Expräsidentin Cristina Fernandez de Kirchner in den Kerker zu werfen, ist recht einfach gestrickt: Wer im Gefängnis sitzt, kann schwerlich auf die politische Bühne zurückkehren bzw. dort aktiv agieren.

Und in wenigen Monaten stehen Parlaments- und Senatswahlen an, wo ein Wahlsieg Kirchners, schon aufgrund der etwas desaströsen Wirtschaftspolitik, der Preiserhöhungen für Energie und Wasser von bis zu 6000%, etc. etc. nicht nur nicht auszuschließen ist, sonder sogar wahrscheinlich wäre.

Zu Stellungsnahmen aufgefordert, zeigte sich Felipe González bestürzt, und dementierte eifrig, dies je gesagt oder gefordert zu haben.

Der honorable Präsident Mauricio Macri hingegen war zu keiner Stellungsnahme bereit.

Soweit so gut.

Dem geschulten Beobachter erstaunt ja weniger, dass Politiker etwas sagen oder nicht sagen, dann dementieren oder bestätigen, sondern eas die Aufmerksamkeit erregt, ist,dass in Argentinien offensichtlich irgendwelche dahergelaufenen Politiker, und nicht etwa eine unabhängige Justiz, darüber entscheiden, wer ins Gefängnis kommt und wer nicht, und wem, dann nach Monaten oder Jahren, irgendwelche Prozesse angehängt werden (z.B. wegen schlechter Führung in der Vorsorgehaft), Prozesse, die einzig und alleine als Vorwand dazu dienen, die willkürlich verhängte Vorsorgehaft weiter auszudehnen.

So geschehen im Falle von Milagro Sala, die vor nunmehr fast eineinhalb Jahren vom Provinzpolitiker Gerardo Morales ins Gefängnis geworfen wurde, weil sie Frau und Indianerin ist.

Milagro Sala wurde trotz Aufforderungen von Seiten des Südamerika-Parlaments (dessen gewählte Abgeordnete Milagro Sala ist) und trotz dringender Appelle der UNO nicht freigelassen.

Offenbar ist für die Expräsidentin Cristina Fernandez de Kirchner ähnliches vorgesehen.

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Manchmal muss

man sich die

Farben erträumen

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